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Gründer
Das lebensspuren.museum geht auf eine Idee von KR Dkfm. Walter Just, dem Gründer des internationalen TRODAT Konzerns, zurück. Der langjährige Kultur-Förderer erwarb 1997 eine vom Berliner Architekten Hermann Muthesius 1916/18
im Zentrum der oberösterreichischen Messestadt Wels errichtete Villa und renovierte den denkmalgeschützten Bau. Mit der Eröffnung im Oktober 2000 wurde der umfassende Museumsbetrieb aufgenommen.
Der gesamte Betrieb an 5 Tagen in der Woche orientiert sich an den Bundesmuseen, wird aber zur Gänze privat von der Firma Trodat finanziert. Dafür, dass auch längerfristig der Betrieb gesichert ist, sorgt die Walter Just Privatstiftung. Das Museumsprojekt ist weit über seine ursprüngliche Idee hinausgewachsen.
Ingeborg Müller-Just, die Tochter des Museumsgründers, trägt als Geschäftsführerin nunmehr die Verantwortung für die Zukunft des Hauses. Heute versteht sich die Museumsvilla als kulturhistorisches Spezialmuseum mit einem vielfälltigen kulturellen Programm. Im Hause, als auch im großen dazugehörenden Garten, finden laufend Ausstellungen mit Vermittlungsangeboten, verschiedene Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Lesungen mit bekannten Künstlern runden das vielfältige Kulturangebot des Hauses ab.
Da das Museum nicht nur Werte bewahren, sondern auch Werte schaffen möchte, versteht es sich nicht nur als Archiv, sondern auch als Informations- und Diskussionsplattform. Das Motto „Spuren bewahren - Kultur erleben - Zeichen setzen" signalisiert, dass sich das lebensspuren.museum zugleich als Fenster in die Vergangenheit und als Tür in die Zukunft versteht!
Philosophie
Die grundsätzliche Philosophie des Museums ist es, die Geschichte der Markierung dem Besucher näher zu bringen. Kennzeichnung, Markierung und Zeichensetzung zieht sich seit Jahrtausenden durch die kulturelle und soziale Geschichte der Menschen. Unabhängig voneinander wurden weltweit zweckdienliche Abdruckgeräte, wie Siegel und Stempel, in den unterschiedlichsten Formen und sozialen Kontexten entwickelt. Diese Geräte sind es, die Einblick in die Vorstellungswelt der jeweiligen Kultur geben und sie spielen eine große Rolle im gesellschaftlichen Zusammenleben, indem sie etwa Macht widerspiegeln, Rechtshandlungen beurkunden, als Kontrollinstrument in Wirtschaft und Verwaltung fungieren, oder der Rationalisierung von Arbeitsvorgängen dienen, oder indem sie in rituellen und religiösen Kontexten Bedeutungen markieren.
Aufgaben und Ziele
Das lebensspuren.museum hat mehrere Aufgaben und Zielsetzungen. Es ist bestrebt eine international bedeutsame Sammlung durch kontinuierliche Ankaufstätigkeit anzulegen und Abdruckgeräte aus allen Erdteilen zu sammeln, nach aktuellen wissenschaftlichen und museologischen Erkenntnissen zu bewahren und zu beschreiben. Ein wichtiges Ziel des Museums ist es auch, diese gesammelten Exponate einer möglichst breiten Öffentlichkeit durch regelmäßige Ausstellungen zugänglich zu machen und zu vermitteln. Ein wesentliches Anliegen des Museums ist aber die Vermittlungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Es finden laufend Ausstellungen von und mit SchülerInnen zu unterschiedlichsten Themen statt. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern von der Kunstuniversität Linz werden Projekttage und Workshops für Kinder entwickelt und durchgeführt. Lesungen mit bekannten Künstlern runden das vielfältige Kulturangebot des Hauses ab.
„Seit der Eröffnung des Museums ist es unser Wunsch, möglichst vielen Menschen die Welt der Siegel und Stempel nahe zu bringen. Mit dem breiten Spektrum an Projekten und Veranstaltungen wollen wir nicht nur das kulturelle Leben bereichern, sondern auch einen positiven Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung der Region leisten"
Ingeborg Müller-Just und Walter Just
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