|
Auf dem Grundstück, auf dem heute die Museumsvilla steht, befand sich der sogenannte Kupferhammer, eine Schmiede die bereits seit dem 16. Jahrhundert existierte. Im Jahre 1916, als der Lederfabrikant Wilhelm Ploberger die Baubwilligung für sein Haus erhielt und die Bauarbeiten für das heutige Gebäude begannen, glich Wels einer Militärstadt. Der Arbeitskräftemangel, die Lebensmittelknappheit und Einfuhrsperren hatten Preistreiberei zur Folge. 1918 brach als Folge der allgemeinen Unterernährtheit die Spanische Grippe aus. Es ist doch sehr erstaunlich, dass in einer Zeit des allgemeinen Mangels, ein Gebäude wie dieses fertiggestellt werden konnte. In den 1920er Jahren wurde das Haus vom Welser Ziegelfabrikanten Karl Würzburger erworben und 1937 an Rupert Hatschek weiter verkauft. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Haus von Oberst George Sakellaris, dem ersten Stadtkommandanten der Besatzungstruppen, bewohnt. Während der 1960er Jahre diente das Gebäude der Bergland-Filmgesellschaft Linz-Wien-München als Verwaltungssitz. In den 1970er Jahren schließlich ging das Haus in den Besitz des HNO-Arztes Alois Samitz über. Dkfm. Walter Just hat die denkmalgeschützte Villa im Jahre 1997 von Dr. Adolf Samitz erworben. Er ließ das Haus liebevoll und aufwändig renovieren, um darin ein Spezialmuseum zu den Themen Siegel und Stempel einzurichten. Im Oktober 2000 wurde die „Museumsvilla“ eröffnet und mit einem umfassenden Museums- und kulturellem Veranstaltungsbetrieb begonnen.
|