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Architektur

Die zweigeschossige Villa in der Pollheimerstraße wurde zwischen 1916 und 1918 erbaut. Sie ist in hakenförmigem Grundriss angelegt, ihre rote Farbe wurde nach englischem Vorbild gewählt.
Der Baukörper hebt sich durch seine unkonventionelle und klare Gliederung signifikant von den mit Stuck und Ornamenten überwucherten historistischen Villen dieser Zeit ab.

Der Berliner Architekt Hermann Muthesius ging als planender Architekt sehr auf die Bedürfnisse seines Bauherrn, eines reichen Welser Industriellen, ein.

Der elliptische Windfang mit dem ursprünglichen Haupteingang erschließt sowohl die nördlich liegenden Wirtschaftsräume als auch die südlich gelegenen Wohnräume.
Die Fassade ist mit faschenlos in die Wand geschnittenen Sprossen-Fenstern, Vorbauten und Vorsprüngen gegliedert. Schlepp- und Fledermausgaupen strukturieren das Ziegel gedeckte Satteldach.
Mit gezieltem Einsatz von Fenstern und nischenartigen Raumerweiterungen gelang es Muthesius, auch den Garten in die Architektur einzubeziehen.